Kälber mit zwei Köpfen


Kälber mit zwei Köpfen

Unser Film wird eine bitterböse Komödie über die absurde Grausamkeit von Konversionstherapien und ein Statement gegen die Diskriminierung von queeren Menschen.

Im Zentrum der Geschichte steht Johannes, der nach jahrelanger Therapie hofft, endlich von seinem Schwulsein geheilt zu sein, und Marie aus seiner Gemeinde heiratet. Aber die Hochzeit wird ein einziges Desaster, bei dem Johannes schließlich begreift, dass nicht er es ist, der Heilung braucht.

Drehbuch: Andreas Hammer, Benjamin Kramme  und Jennifer Sabel

Regie: Benjamin Kramme

Kamera: Yannick Hasse

Co-Produzenten: Moving Angel - Birgit Baumgärtner und Jean-Christophe Blavier

mit Andreas Hammer, Jennifer Sabel, Dominique Horwitz, Robert Höller, Mignon Remé, Angelika Böttiger, Dirk Audehm, Christoph Götz, Marlene Eiberger, Sascha Grüb, Ruben Sabel und vielen anderen

Konversionstherapien sind zwar seit 2020 zumindest in Deutschland weitergehend verboten, werden aber immer noch praktiziert.

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld schreibt dazu:

"Sogenannte „Konversionstherapien“ für homosexuelle und trans* Menschen sind aus medizinischer Sicht nicht nur unsinnig, sie richten bei den Betroffenen schweren psychischen und physischen Schaden an. Unseren Schät- zungen zufolge wurden in Deutschland allein im Jahr 2019 mehr als 1000 Personen wegen ihrer nicht-hetero- sexuellen Identität „behandelt“, legt man die in unserer Kommission empfohlene, wissenschaftliche Definition von Konversionsbehandlungen zugrunde.

Auch wenn derartige Behandlungen mit den ärztlichen und Verbände-Standesregeln längst nicht mehr vereinbar sind, werden sie von manchen Ärzt_innen, Psychotherapeut_innen, -analytiker_innen, von Eltern, in der Seelsorge Tätigen und auch von Laien nach wie vor an- geboten."

KÄLBER MIT ZWEI KÖPFEN spielt am Hochzeitstag von Johannes und Marie. Für Johannes ist es der krönende Abschluss seiner Therapie und der Beginn seines Lebens als „normaler Mann“.

Aber nichts läuft wie geplant. Ein plötzlicher Wolkenbruch lässt die Feier im Garten der Christgemeinde ins Wasser fallen, beim großen Auftritt des Brautpaares tritt der Bräutigam seiner Braut aufs Kleid und als Marie auf die Bühne geht und ein Lied singt, dass sie eigens für Johannes geschrieben hat, um ihrer Liebe Ausdruck zu verleihen, rennt dieser aus dem Saal und muss sich übergeben.

Als Marie ihn zur Rede stellt, gesteht Johannes, er sei schwul gewesen, habe seine Homosexualität aber mit Dr. Hummel „erfolgreich“ behandelt und wolle jetzt nur noch mit ihr zusammen sein. Marie versteht die Welt nicht mehr und Johannes holt Dr. Hummel zur Hilfe, um Marie davon zu überzeugen, dass er „geheilt“ sei.

Aber Marie glaubt Johannes kein Wort, betrinkt sich hemmungslos und als auch die Gemeinde schließlich von Johannes Homosexualität erfährt, droht die Situation zu eskalieren. Es kommt zu wüsten Beleidigungen, Diskriminierungen und Prügeleien.

Am Ende ist es Marie, die den verzweifelten Johannes davon abhält, sich vom Dach zu stürzen. Die Beiden entscheiden sich ihre Ehe annullieren zu lassen und halten vor versammelter Gemeinde eine fulminante Rede auf die Freiheit der Liebe. Die Reaktion der anderen ist überraschend.